Erinnerungen eines Wirtschaftsinformatikers: Anekdoten und Erlebnisse des Bublerators
Autor: Matthias Schiemann
ISBN: 979-886739697
Beschreibung:
In kompakter Form ist die Entwicklung der Wirtschaftsinformatik der letzten 35 Jahre beschrieben. Typisch für den Bublerator spielt Erotik und Witz eine zentrale Rolle. Sowohl die Entwicklung der Hardware als auch ein paar Kniffe der Softwareentwicklung sind Bestandteil des Buches. Mit einer Erfahrung von ca. 4000 Bewerbungen wird exemplarisch erklärt, welche Anschreiben Erfolg bzw. Misserfolg brachten. Wer sich für die Zukunftsvisionen des Bublerators zu diesem Buch interessiert, der sollte "Waldi und Pit" lesen.
Zitate
Anekdoten
Mein erster und letzter Computervirus
Wir schreiben das Jahr anno 1988 oder so. In Prenzlau in der Naturarche steht einer der ersten Computer von Robotron. Sehr stolz zeigt uns Schülern ein Programmierer, was man damit alles so anstellen kann. Damaliges Problem, kein Rechner der Welt kann Zufallszahlen generieren. Ich habe dort dazu ein Paar Lösungsansätze gefunden. Einige Schüler dürfen nun ein Computerspiel spielen. Danach erklärt mir der Programmierer wie man Software entwickelt. Dabei kam bei mir der Schelm durch. Um seinen Kollegen zu ärgern haben wir einen Algorithmus geschrieben, der in den Inhalt einer Datei mit „Lama“ in einer Schleife ersetzt. Dieser Virus war vermutlich dem Lama gewidmet, welches gerade in der Arche war. Jahre später sollte ich diesen Virus auch auf meinem Rechner haben. „Kotz“… und nun die Moral dieser Geschichte- Jedes Kind, welches programmieren lernen will, sollte einen Virus in die Welt gesetzt haben!!!
Der C64 vs. Amiga
Mein eigener Computerbeginn
Der C 64 war nach der Wende der erste Knüller in Bubis Haushalt. In Wolfsburg hatte ich meine erste Berührung mit dem Rechner. Mein Großcousin Sven zeigte mir das Spiel Commandos. Das war von der Grafik zu seiner Zeit das beste C64 Spiel. Sehnsüchtig bekam ich zu Weihnachten 1991 das Gerät. Erste Enttäuschung, das Spiel fehlte. Kurz darauf lernte ich Mulle kennen. Der Jedimeister der Prenzlauer C64 Szene. Es dauerte eine Ewigkeit, bis ich das Spiel bekam.
Raubkopien
In dieser Zeit lernte ich, wie Raubkopieren funktioniert. Damals ging das mit dem Kopieren von Disketten von statten. Wie sich herausstellte wurden nicht die Raubkopierer strafrechtlich gesucht, sondern die Kraker, die den Kopierschutz aushebelten. Fast alles konnte kopiert werden, außer GEOS. GEOS war das erste Programm, das mit einer Maus bedient werden kann. Damit ließ sich nur ein Strich zeichnen, dann viel das Programm zusammen (stürzte ab). Nun zur strafbaren Handlung eines einfachen Raubkopierers. GEOS konnte in einem Laden geliehen werden. Da GEOS auf einer schwarzen Diskette gespeichert war und sich nur durch den Aufkleber unterschied, kam zu einer ehrenlosen Tat. Es galt somit die Diskette zu Kopieren und den Aufkleber umzusetzen. Im Laden habe ich dann zurecht bemängelt, GEOS funktioniert nicht. Die so erschlichene Software brachte nicht lange Freude. Sie wurde an einem dummen Dritten verkauft.