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Susi und Waldi: Einer ist zu viel

Autor: Matthias Schiemann

ISBN: 979-865506272

Beschreibung:
Dieses Buch ist der Nachfolger des spannenden Buches Bruno und Waldi gegen die Höllenhunde der Politik. Während Bruno im Himmel verweilt, agieren Satan und Waldi im irdischen Dasein und Waldi lernt seine wahre Liebe Susi kennen. Wieder besteht das Buch aus Märchen die utopische, politische, erotische und witzige Facetten aufweisen.

Susi und Waldi: Einer ist zu viel

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Zitate

Wozu wir leben

 

Susi fragt sich im Kindesalter wozu das Leben gut sei, da sie alles Wichtige spielerisch erlernt. Die Gefühlsvielfalt im Kindesalter von Liebe und Geborgenheit bis hin zu Ärger und Hass lässt sie erkennen, dass nicht alles Gold ist was glänzt. Zudem merkt Susi in der primären Welt, dass ein jeder eine andere Definition von Gerechtigkeit in sich trägt. Alle tun so als ob ein jeder seines eigenen Glückes Schmied ist, aber ein Millionär würde selten auf die Idee kommen sein Vermögen zu verschenken und damit das Erbe seiner Kinder auf Spiel zu setzen. Damit sind wir schon beim Kern der Sache, es werden zwar alle auf die gleiche Art geboren, aber es sind nicht alle bei der Geburt gleich. Das Elternhaus bestimmt zum großen Teil unser Verständnis von Moral und Gerechtigkeit. Susi hat das Glück von Erzengeln erzogen zu werden. Sie muss noch viele Prüfungen bestehen um auch einer zu werden und Waldi wird sie auf den richtigen Pfad führen, damit sie wirklich seine zweite bessere Hälfte wird. Zu oft hatte er sich in Hexen verliebt und wäre fast an derartigen Lieben zerbrochen. Er ist eben einer der wenigen, gutmütigen Auserwählten, die wirklich etwas in diesem verzwickten Sein verändern können und Susi wird an seiner Seite genauso stark, tolerant, intelligent, rechtschaffend und liebevoll agieren wie Waldi. Die Zukunft der beiden ist ein Symbiose geprägtes Miteinander die den Parasiten die Stirn bieten und diese in ihre Schranken verweisen. Recht früh erkennt Susi, dass das Leben kein Spiel ist, sondern eine Prüfung. Während manche sich verdient weiter entwickeln, treten andere auf der Stelle und kommen nicht weiter. Den zweit genannten weiter zu helfen gehört zu den glorreichen Aufgaben von Engeln. Es wird nicht jede Seele früher oder später zu einem Engel konvertieren, da eine Minderheit das Böse und Teuflische so anzieht, dass sie eine unveränderbare Sucht nach dem Diabolischen in sich tragen. Anders ausgedrückt sind diese Seelen prüfungsuntauglich.

Das was den meisten fehlt auf der Welt,

ist die Energie der Wirtschaft, das Geld.

Wer mit wenig auskommt ist zwar ein Held,

Armut hatte er aber garantiert nicht bestellt.

 

Es ist die Frage wie wird das Geld verdient,

der Schmarotzer nur darüber grient,

durch das Ausnutzen der Anderen zu Reichtum erlangen,

sollten diese aber bangen.

 

Die existierenden Gesellschaftsformen,

schaffen für die Ausbeutung Normen,

die Ungerechtigkeit legitimieren,

und den monetär Reichen ein sorgenverringertes Leben garantieren.


 

 

Wenige gelangen verdient zu jeder Menge Kohle,

angergieren sich für des Volkes Wohle,

wenn nur alle so wären,

Gäbe es eine Welt mit weniger Beschwerden.

 

Selten kommt der Erfinder zu Reichtum,

was sollte er auch weiter tun,

gegen die mächtigen Kapitalisten,

die die Angst schüren der Pessimisten.


 Dreckiges Wasser


Waldi findet sich in einem Universum mit Susi im Mittelalter wieder. Die Hygiene der Menschen lässt zu wünschen übrig. Es herrschen Säuchen wie Pest und Cholera. Ein Großteil der Menschen fällt den Säuchen zum Opfer. Waldi und Susi sind Bauern und achten äußerst auf ihre Hygiene. So entkommen sie den Säuchen. Aber auch bei Ihnen gilt der Grundsatz: “Niemand schüttet dreckiges Wasser weg, solange er kein sauberes hat.“ Da sie auf ihrem Hof einen tiefen Brunnen haben, ist auch für sauberes Wasser gesorgt. Da Waldi sehr wirtschaftlich als Bauer handelt, ist er der reichste Bauer im Dorf. Das ist einigen anderen Bauern ein Dorn im Auge und sie versuchen den Brunnen eines Nachts zu vergiften. Es gelingt ihnen aber nicht, da Hofhund Bello sehr wachsam ist und Knecht Rex einen sehr leichten Schlaf hat. Bewaffnet mit einer Forke scheucht der mutige Rex die maskierte Bande vom Hof und erkennt an den Schuhen der Übeltäter, dass es die Bauern Gammel und Sohn waren, die das erbärmliche Attentat vorhatten. Aufgrund der Fußspuren konnten die Täter überführt werden. Auch wenn das Attentat vereitelt werden konnte, drohte den Tätern das abhacken der Hände als Strafe. Waldi hingegen suchte den Weg der Güte, anstatt den brutalen Rechtsweg. Er bot den Bauern an, sie wirtschaftlich zu schulen und da er den tiefsten Brunnen im Dorf hatte, sie auch mit frischem Wasser zu versorgen. Diese Güte beeindruckte Susi, weshalb sie Waldi umso mehr liebte. Gammel und Sohn verstanden die Welt nicht mehr. Jeder andere hätte den Rechtsweg gesucht. Das Ende dieses Märchen ist, dass Waldi und Susi nun nicht nur die reichsten Bauern waren, sondern auch die Beliebtesten nach dieser Wohltat.


 

Dem Feind die Hand zu reichen,

Ist ein nobles Zeichen,

Lieber eine Wohltat statt Recht,

Es staunt selbst der Knecht.

 

Es gibt sie, die humanen Seelen,

Die keinen anderen quälen,

Statt sich im Neid zu weiden,

Das brutale Recht meiden.

 

Leider gibt es zu wenig von diesen Menschenschlag,

Nur ein Erzengel es vermag,

Wahre Größe zu erlangen,

Zu viele in der Masse gefangen.


 

Reichtum und Segen

 

Susi versteht das Leben immer besser und stellt sich die Frage was ist wirklich Reichtum und was ist wirklich Segen. Waldi kennt darauf die Antwort, er lässt aber Susi sie erraten. Er fragt Susi: “Meinst du der Millionär ist reich, wenn er sterbenskrank ist?“ Susi antwortet:“ Monetär vielleicht, aber Krankheit schwächt einem und Schwäche und Reichtum sind zwei Eigenschaften die nicht unbedingt wirklich zusammenpassen. Wer nur nach viel Geld strebt ist nicht wirklich reich.“ Waldi meint dazu:“ Das hast du schon sehr schön erkannt. Was meinst du ist Segen? Ist derjenige gesegnet dem nichts Schlimmes widerfährt?“ Darauf hin erwidert Susi: „Nein das ist kein Segen. Ich kann es nicht in Worte fassen, was Segen bedeutet.“ Dann spricht Waldi: “Versuche mal Reichtum und Segen mit Träume zu verbinden. Dann erkennst du den wahren Unterschied zwischen beiden.“ Da viel der Groschen bei Susi und sie sprach: “Reich ist der, der mehr Träume hat als verwirklicht werden, gesegnet ist der, dessen Träume sich erfüllen.“ Dazu meinte Waldi nur noch: “Super Susi, das hast du sehr gut festgestellt.“

Reichtum und Segen,

Sind nicht jedem gegeben,

Wie Sonnenschein und Regen,

Liegt zwischen Neid und Vergeben,

Wie ein Stich mit dem Degen,

Der feine Unterschied im Leben,

Engel werden dabei verlegen,

Gönnen es der reichen, gesegneten Seele eben.