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Bruno und Waldi gegen die Höllenhunde der Politik: ein Buch von dem Bublerator

Autor: Matthias Schiemann

ISBN: 978-374480609

Beschreibung:
Dieses Buch ist eine Mischung aus Fantasy, Politik, Erotik und Lyrik mit wissenschaftlichen Ansätzen und satirischen Stilmitteln. Die Zielgruppe sind Leserinnen und Leser mit Politikverständnis, die Gefallen an utopischen Märchen finden. Im Mittelpunkt stehen die beiden Erzengel Bruno und Waldi, die durch Himmel, Hölle und das Leben gehen. Mehr sei hier nicht verraten.

Bruno und Waldi gegen die Höllenhunde der Politik: ein Buch von dem Bublerator

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Zitate

Die effiziente ökologische Logistikdynamik



Bundeskanzler Bruno-Herbert Kunst sah in der positiven Entwicklung der Wirtschaft durch die prompte Staatsentschuldung schwierige ökologische Auswirkungen auf die Umwelt. So erfand er die effiziente ökologische Logistikdynamik. Dahinter steckte nichts anderes als ein weltweites Steuergesetz für die ortsansässigen Kommunen. Auf den Transport von zu verkaufenden Gütern wurde eine Steuer für den zurückgelegten Weg des Gutes zum Endverbraucher erhoben. Dabei fielen pro Kilogramm des Gutes und je 25 Kilometer Anlieferungsweg 1 Eurocent Steuern an. Diese Steuern erhielten die Kommunen, in denen ausgeliefert wurde.

     Nehmen wir zum Beispiel das Benzin. Der Anlieferungsweg ist 10.000 km lang. Also wäre pro Liter eine zusätzliche Steuer von 4,00 € zu erheben. Damit läge der Benzinpreis zwischen 5,00 € und 6,00 €. Die Folge war, dass Elektroautos für Kurzstrecken interessant wurden, da der Strompreis von dieser Steuer nicht betroffen wäre (Versuch mal, ein Kilogramm Strom zu wiegen und dir den Ursprungsort des Elektrons zu merken). Für die Industrieländer rechnete es sich beispielsweise nicht mehr, Soja aus der Dritten Welt zu beziehen, da die Transportkosten zu hoch waren. In den Entwicklungsländern endete der Raubbau am tropischen Regenwald, da die Nachfrage nach Soja fast erlosch. Die Industrie war weltweit bemüht, vor Ort zu produzieren, wodurch sie neue Werke auch in der Uckermark errichtete. In den Geschäften nahm die Produktvielfalt ab. Es wurden mehr Regionalprodukte angeboten. Das Geld in einer Region wurde öfter in dieser Region umgeschlagen, da die Kommunen durch die neue Steuereinnahme monetär mehr in der Kasse hatten, um mehr soziale Leistungen am Volk erbringen und den Arbeitsmarkt zum Beispiel durch infrastrukturelle Maßnahmen beflügeln zu können.

     Benachteiligt waren Regionen, in denen wenig Kapital vorhanden war und die so oder so auf die Hilfe von außen angewiesen waren. Nehmen wir einmal Somalia: viel Wüste, wenig Kapital. Diese Regionen war von Spenden abhängig. In den nächsten zehn Jahren wollte Bruno-Herbert ein Spendensystem etablieren, mit dem der Welthunger beseitigt würde. Wie das aussehen könnte, das wollte er mit den Weltstaaten ausarbeiten. Der Produkttourismus nahm zu, da spezielle Güter nur in einer bestimmten Region günstiger verfügbar waren. So lohnte es sich, sein Automobil direkt beim Hersteller zu kaufen und mit dem Autokauf einen Urlaub zu verbinden. Die Bevölkerung dachte in jeder Schicht anders.


 

 

Sicht von oben

Es lohnt Schwein zu sein in dieser Welt,
dann reicht zum Shoppen immer das Geld.
Was ich sage, wird gemacht,
endet auch die Arbeit erst um Mitternacht.

Eigentlich gehört mein Fuß auf ein

Ferrari-Pedal.
Was meine Angestellten denken,

ist mir egal.
Ich genieße es, beneidet zu werden,
aber für den Ferrari kann ruhig meine Oma sterben.

Verstehe nur nicht,

wie der Staat Steuern verschwendet.
Für Harz IV wird das Geld

falsch verwendet.
Jeder kann für sich selber sorgen,
hoffentlich habe ich den Ferrari morgen.

 

 

Sicht von unten

Was nützt mir der Porsche vor der Tür,
wenn ich hab keine Freizeit dafür?
Kann eh nicht andere antreiben,
um daran meine Nerven zu zerreiben.

Muss mich nicht ärgern

über das Angestelltenpack,
da ist eh einer fauler als der andere Sack.
Zwar bleibt das Geld ganz schön knapp,
aber dafür bin ich

vom Schuften nicht schlapp.

Teile mir den Tag ein, wie ich will,
mag keine Hektik, mag es lieber still,
auch mit Harz IV lässt es sich leben,
dumm, die nach dem Porsche streben.

 


 

Sicht aus der Mitte

Unser Einkommen reicht für unser Familienglück.
Ein Haus mit einem kleinen Gartenstück,
Gesundheit ist das A und O,
auf unsere Ernährung achten wir sowieso.

Was nützt dem Reichen sein Geld,
kommt sich vor in seinem Porsche 

wie der größte Held.
Wir können dafür nur Mitleid empfinden,
Seine Seele zu verkaufen

und sich so abzuschinden.

Hoffentlich können wir unseren Lebensstandard halten,
möge sich unsere Zukunft positiv gestalten,
dass es sich für unsere Kinder lohnt,
zu Leben von Armut verschont.

 

Je nachdem wie ein Land es ahndete, blühte der Schwarzmarkt, um dieser Steuer zu entgehen. Abhilfe konnte teilweise die technische Herstellerproduktmarkierung schaffen, welche später vorgestellt wird. Die weltweite Urbanisierung nahm durch Bruno-Herberts Maßnahmen ab.

 


Vaterglück


Sohn Pfiffi-Michael war Bruno-Ferdinands ganzer Stolz. Im Kindergarten fand Pfiffi-Michael gut Anschluss zu den anderen Kindern und lernte andere deutsche Kulturen kennen, da neben den Brandenburgern auch zwei Bayernkinder den Kindergarten besuchten. Die Bayern waren für Pfiffi-Michaels Geschmack etwas zu hochnäsig und er spielte ungern mit ihnen. Sie gehörten zu den ersten Wirtschaftsflüchtlingen, die nach der anderen Wende in die DDR eingezogen waren. Auf Sprüche wie: „It’s nice to be a Preuss, it’s higher to be a Bayer” reagierte er mit Aussagen wie: „It’s noch viel stärker to be a Uckermärker.“ Insgesamt besaß Pfiffi-Michael eine gesunde Schlagfertigkeit, weshalb er von einigen Kindern viel Anerkennung erhielt und von anderen Neid. Am liebsten erntete er mit Papa Gurken in Opas Garten und verspeiste diese. So wusste die Familie, dass es sich um hundertprozentige Bioprodukte handelte. Durch seine gesunde Ernährung entging Pfiffi-Michael Volkskrankheiten wie Karies, worauf Bruno-Ferdinand sehr stolz war. Im Kindergarten waren nur drei Kinder kariesfrei. Bruno-Ferdinand hatte einen Wunsch:

 

Die Aufregung trübt die Sinne,
komme nun zur Ruh und beginne,
die neue Rolle zu begreifen,
hatte genug Zeit, dafür zu reifen.


Ein Sohn, der Stolz jeden Mannes,
denn ich weiß, ich kann es,
ihm helfen, zu finden seinen Weg,
eine gute Moral zu formen, ist was ich heg.

Hoffentlich finde ich die Kraft und die Geduld,
nicht zu geben den anderen die Schuld.
Sollte es nicht laufen nach Plan,
trotzdem die Ziele zu verfolgen voller Elan.

 

So wäre es das Schönste zu sehen,

wie die Nachkommen auch

den geraden Weg gehen,
nie vor den Augen verlieren ihr Ziel,
rechtschaffen zu handeln

mit Lebensmut und Stil.

 

In diesem Universum trauten sich die Höllenhunde nicht an Bruno-Ferdinand und seine Familie heran, da Waldi die Seelen verbannen ließ, die ihnen Leid zufügen wollten. Ausnahmen waren lebende Seelen aus der Welt, da diese unwissend über Gott und die Universen waren. Dieses Paralleluniversum war der Garant dafür, dass Bruno-Stefan im primären Universum zurück zu seiner Gesundheit fand.

            Höllenhund Kasimir dachte, er wäre schlau, und sorgte dafür, dass Erzieherin Rosemarie Pfiffi-Michael hasste. Für Pfiffi-Michael war das eine Erfahrung, aus der er lernte, loyal zu bleiben. Bruno-Ferdinand lehrte ihn, Gleiches nicht mit Gleichem zu vergelten. Am Ende siegte Rosemaries Verstand und sie verheimlichte ihre Gefühle, da Pfiffi-Michael sich nicht provokant verhielt. Kasimir bekam von Luzifer eine Abmahnung und er nahm Rosemarie den Hass, bevor Kasimir ausgelöscht worden wäre. Jede Seele, die der Hölle entkommt, ist ein großer Verlust für Luzifer. Und wenn diese Seele ganz ausgelöscht werden würde, wäre dies ein riesiger Verlust für das Universum. Daher bekam auch Waldi eine Abmahnung von seinem Herrn, es dürfe keine Seele ausgelöscht werden.



Sportlergeist

 

Durch die Erfindung der Arbeitsteilung bei den Jägern und Sammlern wurde es möglich, sich zu spezialisieren. Während sich die Jäger jeden Abend mit der Bärenjagd beschäftigten, sammelten die Sammler Früchte, Pilze und Kräuter. Nicht selten führte dieses Verhalten zur Vervielfältigung seiner selbst. Luzifer versuchte vergebens, diesen Prozess in der Hölle zu etablieren, aber bei der Jagd hing leider immer der Speer durch. Auf der Erde gab es dagegen blaue Pillen. Diese wirkten aber nur dort. Moderne Jäger spezialisierten sich auf Wrestling.

 

Wrestling ist ein cooler Sport,

sieht man gut gebaute Männer dort,

und lass dir sagen,

im Leben ist es wie im Ring,

die eine mag das, die andere nicht,

das mit dem Lasso-Ding.

 

Beim Lassoschwingen muss man beachten,

es sollte nicht länger sein, als sie dachten,

wäre der Schreck sonst zu famos,

beim Hoselassen wird das Gelächter ganz groß.

 

Selbst der Unternehmer,

nennen wir ihn Undertaker,

ist ein wahrer Heartbreaker,

zieht er vor jedem seinen Hut,

der im richtigen Rhythmus das Lasso schwingt, so richtig gut.

 

Macht im Leben das Lassoschwingen

auch am meisten Spaß,

neben einer Tüte voller Gras,

die Ektase bringt den geilsten Bären

aus dem Konzept,

aber du bist Herr über deine Soldaten,

und die gehören nicht in jedes Bett.

 

Ein letzter Rat für die, die Wrestling lieben,

lass den Gummi niemals liegen,

dessen Inhalt vertraue niemanden an,

es sei denn, sie ist es wert, die holde Madam.